Vom Verzichten

Der „glühende“ Sozialdemokrat (Selbstbeschreibung) Martin Schulz gibt mit fast hörbarem Schulterzucken bekannt, dass er auf den Eintritt in die Bundesregierung „verzichtet“.

Ich verzichte auf den Eintritt in die Bundesregierung und hoffe, dass damit die Personaldebatten innerhalb der SPD beendet sind. Wir alle machen Politik für die Menschen in diesem Land. Dazu gehört, dass meine persönlichen Ambitionen hinter den Interessen der Partei zurückstehen.
@martinschulz

Ich selbst habe letztens auf den Nachtisch verzichtet. So haben Martin und ich etwas gemeinsam. Jeder verzichtet mal auf etwas, was ganz nett wäre, so nebenbei mitgenommen, wie ein Sitzungsgeld quasi, aber den Ärger doch nicht wert ist.

Die Logik des obigen Schulz-Tweets ist aber doch bemerkenswert: Weil Schulz, sagt er, Politik „für die Menschen in diesem Land“ (die schulzsche Variante von „die, die schon länger da sind“?) macht, müssen seine „persönlichen Ambitionen hinter den Interessen der Partei zurückstehen“. Da bleiben noch ein oder zwei ungesagte Zwischenschritte, damit das Sinn ergibt.

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