Es gibt Menschen, die definieren sich über die wütenden Reaktionen, die ihnen entgegenschlagen.

Gewisse »linke« Politiker und Hobbymoralisten etwa pöbeln unterm Schutz des »Links-Seins« wüst in Deutschland herum. Sie verletzen Menschen, erschweren Debatte und schützen Merkel, indem sie von den großen, eigentlichen Problemen ablenken. Wenn jenen dann aber die Reaktion der Verletzten entgegenschlägt, inszenieren sie großes Wehklagen, wie viele »Rechte« es doch gäbe und was für böse Sachen diese doch sagten.

Wenn Pöbler sich heute besonders lächerlich machen wollen, zitieren Sie Sprüche wie »viel Feind, viel Ehr«, oder bemühen gleich Churchill.

Jene larmoyanten Pöbler könnten nicht falscher liegen. Nicht jeder, dem Ablehnung entgegenschlägt, ist ein Held. Wenn Hunderte frontal auf Sie zu fahren, sind vielleicht Sie der Geisterfahrer. Bemerkenswert ist auch, dass in letzter Zeit immer wieder Denunzianten sich zum Opfer stilisieren, wenn ihr schmutziges Handwerk öffentlich abgelehnt wird.

Dass man für seine Handlungen abgelehnt und verachtet wird, das ist allein noch keine Auszeichnung. Klicks allein sind kein Wert. Es ist bezeichnend, dass die larmoyanten Pöbler und Denunzianten praktisch immer eine Spur der Verwüstung hinter sich ziehen. Niemandem geht es besser, weil sie da waren.

Wer viele Feinde hat, der ist vielleicht auch nur ein Elephant, der gern Porzellanläden zerlegt. Die Frage ist: Was haben Sie aufgebaut? Wo haben Sie Menschen zusammengebracht? Was bleibt?

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