Expansiver Monotheismus – würden Sie darauf wetten?

27. Dezember 2018, von Dushan Wegner; Bild von Derek Mack
Politiker erwägen, ob Moscheen via »Moscheesteuer« finanziert werden sollen. Es ist ein Fehler. 1. Es wird schlicht die Wirkung ausländischen Geldes vervielfachen, und 2. die Zukunft liegt nicht in expansiver monotheistischer Spiritualität – sorry.
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Ich weiß, dass eine gute Zahl von Ihnen, meinen Lesern, sich als Gläubige und Christen sehen – doch nicht alle. Ich weiß, dass viele von uns, auch ich, sich zutiefst der, ja, jüdisch-christlichen Tradition verbunden und zu Dankbarkeit verpflichtet fühlen (und anders als mancher Politiker, der solches sagt, können wir Rechenschaft darüber ablegen, was wir damit meinen).

Doch, und das ist wichtig: wir sind keine Linken und wir wollen nicht wie Linke sein. Wir wollen stets und regelmäßig prüfen, ob wir nicht auch falsch liegen könnten – oder sagen wir statt »falsch«: ob es eine tragfähigere Position als die unsere geben könnte – und was das für unsere Position bedeutet.

Ich erlaube mir eine provokante Frage!

Sind Sie bereit für eine Frage zur Religion? Ich sage Ihnen gleich: eine ehrliche Antwort könnte Teile der Bevölkerung verunsichern!

Sie sind gewappnet? Gut, hier ist die Frage: Der Mensch sehnt sich nach Spiritualität, doch sind monotheistische Weltsichten der geeignetste spirituelle Ansatz für die Zukunft?

Das war die Frage. Und wenn Sie nicht sehen, wie Sie einen Westler verunsichern könnte, erlauben Sie mir bitte, diese Frage auszuführen.

Monomacht

Es gibt kein Vertun: Monotheismus wirkte in der Vergangenheit machtstabilisierend – und, wenn er missionarischen Eifer entwickelte, dann wirkte und wirkt er noch immer machterweiternd.

Ins Wort »Monotheismus« sind bereits die zwei wichtigsten Faktoren seiner Macht hineincodiert: Mono bedeutet eins, also ein alternativloser Anspruch; und Theismus impliziert immer die realisierte Möglichkeit unhinterfragbarer Machtansprüche. Wer einmal akzeptiert hat, dass es höhere Götter gibt, der akzeptiert implizit, dass es einen unhinterfragbaren, metaphysischen Machtanspruch geben kann, hat also eine Leerstelle geschaffen, in welche wahlweise Priester, »Muttis«, Künstler, Diktatoren oder heutzutage auch mal Währungsspekulanten treten können – George Soros etwa hat sich selbst wörtlich mit Gott verglichen (siehe Hütet euch vor Leuten, die den Planeten ordnen wollen) und der Ex-Banker Macron verglich sich mit dem Jupiter, dem höchsten römischen Gott (siehe z.B. politico.eu, 16.06.2017).

Da der jeweilige Religions-Gott naturgemäß selten selbst vorstellig wird, muss die durch Theismus freigesetzte unhinterfragbare Macht im Dauerprovisorium stellvertretend etwa auf des aktuellen Gottes irdisches Bodenpersonal übertragen werden, und im nächsten, psychologisch nahen Schritt auf Herrschaftspersonal allgemein – gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist (Matthäus 22,21).

Monotheismus ist die zementierte Verklärung eines Prinzips, das im Amerikanischen so unnachahmlich wie präzise formuliert wird: my way or the highway.

Kordeln eines Seils

Das Alte Testament der Christen, also der jüdische Tanach, erzählt unlösbar miteinander verknüpft die politische und metaphysisch-religiöse Geschichte des Volkes Israel, beginnend mit seiner Geburt und der Entstehung der Welt insgesamt. (Tanach und Torah sind auch eine Geschichte politischer Sesshaftwerdung, allerdings gibt sich das Volk Israel mit dem Land Israel zufrieden – darauf besteht es dann aber auch seit etwa 70 Jahren wieder).

Die Ausbreitung des christlichen wie auch islamischen Monotheismus, jeder auf seine Weise, war immer und jederzeit mit einem universellen Machtanspruch verknüpft, politische und kulturelle Macht als zwei Kordeln desselben Seils, mit dem Keinen-Gott-außer-Mir als unverhandelbarer Seele, und als dritte Kordel die Macht über die gesellschaftsordnenden Narrative. Das Reden vom »politischen Islam«, wie es unter den gefährlich ahnungslosen westlichen Meinungsmachern dieser Jahre modisch ist, lässt die Frage offen, wo denn der »unpolitische« Islam zu finden sei – und was er überhaupt sein soll! Es gab ja auch nie irgendwo ein wirklich politikabweisendes Christentum – aus den Verfolgten wurden bei Möglichkeit gern die neuen Verfolger, und auch das offizielle Christentum der Kirchen in Deutschland sieht sich heute recht offenherzig wahlweise als gesetzter Regierungsberater oder als  leitender Politclaqueur, jeweils und selbstverständlich mit göttlicher Lizenz.

Der expansive Monotheismus war, jede Spielart auf seine Weise, ein Erfolgsmodell – bislang.

Doch, eine Reihe von Faktoren könnten Zweifel aufkommen lassen, ob Monotheismus auch weiterhin die optimale spirituelle Grundausstattung, für die durch verschiedene Technologien intensiv vernetzte Welt ist.

Exkurs zur Verführbarkeit

Eine der unangenehmen Wahrheiten, deren Nichtwahrhabenwollen zu den aktuellen politischen Problemen führt und sie dann verschärft, ist: Akademiker und Menschen, die sich selbst »gebildet« nennen, sind oft leichter mit Propaganda zu verführen als einfache Menschen, die sich selbst als »nicht besonders gebildet« oder direkt »ungebildet« bezeichnen würden. Die bewusst »Ungebildeten« haben gelernt – ob berechtigt oder nicht – dass die »Gebildeten« sie oft übervorteilen; das Bildungsbürgertum aber hat gelernt, die vorgefertigten Wahrheiten von Autoritäten wiederzukäuen.

Ein »Ungebildeter« wird nur glauben, was er sieht und was die Erfahrung ihn lehrt. Ein Gebildeter wird willig für bare Münze nehmen und treu nachplappern, was der preisgekrönte Journalist beim Spiegel oder der In-die-Kamera-Gucker beim Staatsfunk ihm als die Wahrheit-des-Tages verkündet, selbst wenn diese Behauptungen den Verstand und die blanke Anschauung verhöhnen. (Man vergleiche zur Verführbarkeit von sogenannten Gebildeten die Ausführungen von Jacques Ellul in »Propaganda: The Formation of Men’s Attitudes « (engl.))

Neue Deutsche Glaubensbildung

In Angelegenheiten des Glaubens gilt es als Neue deutsche Bildung, davon auszugehen, die Aussagen der Bibel würden eine Politik des linksgrünen Suizidalismus fordern. Den theologischen und kirchlichen Autoritäten, wenn sie in Staatsfunk und Leitmedien sprechen, gelingt es zuletzt, in schillerndem Gleichklang von a) linksgrüner Leitmeinung, b) Merkels Welteinladung, und c) den finanziellen Interessen kirchlicher Wohlfahrtskonzerne zu sprechen.

Kirchenvertreter klingen zeitweilen, als ob Bürger für linksgrüne Ideologie sterben (siehe: Gutmenschen riskieren das Leben anderer Leute) – und müssen am nächsten Tag nicht abtreten, sondern gelten weiterhin als ernstzunehmende Gesprächspartner im Bildungsbürgertum. – Gläubige, die tatsächlich ihren Glauben leben und nicht nur feiertags mal zur Show in die Kirche gehen, berichten, dass sie immer öfter bewusst die Predigten von älteren und pensionierten Pfarrern aufsuchen, weil die Predigten der aktuell angestellten Pfarrer mehr wie die Fortsetzung der linksgrünen Botschaft vom Staatsfunk klingen als wie das Wort Gottes, und sei jenes noch so streng.

Christliche Kirchen profitieren auf mehrere Arten vom Wohlwollen besonders des Staates – doch sie befinden sich in einem inhaltlichen Dilemma: Monotheismus passt nicht zur Phantasie eines »multikuturellen«, »toleranten« Staates, und zwar logisch nicht. Je angestrengter man versucht, das Unmögliche mittels des Tradierten zu realisieren, umso schmerzhafter knirscht es (und umso länger vergibt man sich die Möglichkeit, klügere Wege zu gehen).

Das erste Grundprinzip des Monotheismus ist das »Mono«: »Monotheismus« bedeutet ja nicht nur »ein Gott«, sondern in der Praxis auch: dieselbe Art, Ihn zu verehren, dieselbe Art, über Ihn zu denken, et cetera – die Identität einer nicht-beweisbaren Figur ist ja (sagen wir es höflich) noch nicht abschließend debattiert, um so wichtiger ist es den monotheistischen Religionen, Ihn auf dieselbe Art zu verehren.

Moderne staatsnahe Funktionäre der Kirchen, die auf verschiedene Weise dem Staat zu Dank verpflichtet sind, suchen nach Wegen, den Alleinwahrheitsanspruch des Monotheismus mit linksgrüner Doktrin vom möglichen (und moralisch verpflichtenden) Multikulti-Traum verschmelzen zu lassen, und das Ergebnis ist ein Monster. Kein Realist würde annehmen, dass das Geld und die schützende Hand des Staates gleich komfortabel bereitstünden, wenn die deutschen Kirchen etwa anfingen, die Interessen der Christen vor die der kirchlichen Wohlfahrtskonzerne, der Globalisten und des importierten Christenhasses zu stellen.

Der Versuch, die Denkmuster des Monotheismus und den unscharfen Multikulti-Toleranz-Traum zu vereinen, führte zu einem absurden Konstrukt: Der neue alleingültige Glaube ist, dass auch Glaubensrichtungen, die anderen alle Gültigkeit absprechen, gültig sind.

Früher galt es der Kirche als Unglaube, wenn ein Mensch nicht bereit war, Jesus Christus als Heiland anzunehmen – heute gilt es als neuer Unglaube, eine nachhaltige Migrationspolitik zu fordern oder gar als Gläubiger nicht behelligt werden zu wollen von denen, von welchen Christen als »Ungläubige« bezeichnet werden – Glaube ist der neue Unglaube und Unglaube zu fördern ist der neue Glaube – es sind wahrlich orwellsche Gegenteilzeiten.

Drei Monotheismen

Das scheinen mir die drei realistisch möglichen Wege für den Monotheismus:

  1. Man kann sich mit seinem Glauben zufriedenstellen, und weder expandieren noch missionieren wollen, wie das Judentum.
  2. Man kann kontinuierlich nach Expansion suchen, mal mit Mission, mal mit Schmeichelei, mal mit Gewalt, mal durch Migration und mal durch schlichte Demographie, wie der Islam.
  3. Man kann die Beliebigkeit zum neuen Glauben erklären und Bewahrenwollen zum Unglauben, wie es in Deutschland getan wird.

Während das jüdische Modell für das Judentum funktioniert und wahrlich sinnvoll ist, scheint es mir für christliche wie für islamisch geprägte Kulturen kaum vorstellbar, dass sie eine kulturelle Zufriedenheit entwickeln, eine nicht-missionarische Abgeschlossenheit, die dem anderen nicht mehr vorschreiben will, wie er zu denken und zu leben hat.

Dass der Islam eine weiterhin aktiv missionarische Religion und Kultur und damit auch Machtanspruch ist, werden doch wohl nur Lügner und Trottel bestreiten.

Manche einst christlich geprägte, doch heute weitgehend auf »linksgrün« gedrehte Länder wie etwa das linke Deutschland unter Angela Merkel, sind auf gewisse Weise noch forscher missionarisch tätig als der Islam. Merkel nimmt in Kauf, Europa auseinanderbrechen zu lassen, um ihre Ideologie der Migration, De-Facto-Nationenauflösung und kulturellen Beliebigkeit durchzusetzen, und ist sogar bereit, gegenüber europäischen Nachbarn im Sinne ihrer Migrationsideologie politisch übergriffig zu werden. Merkels ideologische Expansionspolitik ist auf gewisse Weise mit der des Islam vergleichbar, allerdings ist es genau diese, welche die von Merkel freigeschossenen Schneisen nutzt – man stellt sich schon Fragen, man zuckt bald mit den Schultern.

Hoffnung, wo?

Trotz aller Versuche, die Erklärung der Welt und des Sinns menschlicher Existenz auf Biologie, Physik und Mathematik zurückzuführen, sehnt sich der Mensch nach Spiritualität. Die Spiritualität ist die DNA einer Gesellschaft (einer der multiplen Gründe, warum atheistischer Kommunismus so wenig funktioniert wie ein Mensch ohne Gene), und welche Spiritualität sich entwickelt, bestimmt ganz wesentlich die Entwicklung der Wirtschaft, der Kultur und des Zusammenlebens.

Ein My-way-or-the-highway-Monotheismus wird nicht funktionieren in einer vernetzten Welt, was auch immer »my way« jeweils bedeutet.

Politiker mit dem Sonnenuntergang ihrer Karriere in Griffweite, so wie etwa Merkel oder Juncker, versuchen derzeit, sich in die inneren und intimsten Angelegenheiten von Staaten wie Polen, Ungarn oder Tschechien einzumischen, und ihnen vorzuschreiben, wie sie über fremde Besiedler zu fühlen haben und dass sie das Leben ihrer Bürger zugunsten linker Ideologie zu riskieren haben – während parallel diverse islamische Staaten selbst den Bau von Moscheen in europäischen Ländern fördern und/oder fordern, es sich aber mit allen abweichenden Gedanken und Glaubensideen im eigenen Land mehr als schwer tun.

Die Zukunft gehört, in ganz groben Strichen, den USA und Asien; das ist auch ganz ohne Spiritualität eine wenig kontroverse Vorhersage. Doch betrachten wir die Spiritualität in beiden Gebieten: Entgegen der expansiv-aggressiven Denkweise auch der amerikanischen Linken, Globalisten und ihren medialen Sprachrohren, haben die US-Bürger einen Präsidenten gewählt, der das kölsche »leben und leben lassen« zum Motto erklärte: »America first« – und alle anderen Länder sollen sich selbst ebenfalls »first« erklären; so kann man dann freundschaftlich jeder nach seinem Gusto nach seinem nationalen Glück suchen.

Trump zieht Truppen aus dem Ausland ab, vorsichtig, und er regt die Nationen Europas an, selbst für sich Verantwortung zu übernehmen. Das linke Weltbild ist in einem permanenten Verteidigungsmodus, wenn es dabei auch wild um sich beißt, und es erscheint als möglich, dass sich auch in den USA ein »zufriedener Monotheismus« entwickelt, und das ist tatsächlich ein Zukunftsmodell.

Die tendenziell poly- und pantheistischen Staaten Asiens sind zumindest ideologisch eher selten übergriffig, im Gegenteil: in manche asiatische Religion ist es schlicht unmöglich einzutreten – und in mancher asiatischen Kultur verhält es sich nicht unähnlich. Man zeigt und erklärt seine Traditionen und Philosophien gern, doch man zieht eine Linie, eine Abgrenzung in beide Richtungen: ich will dein Leben und Denken nicht verändern – und du hast mein Leben nicht zu verändern.

Der große Kuchen lässt sich auf viele Weisen teilen, auch so: auf der einen Seite stehen die Menschen und Völker, die ihre Relevanten Strukturen kennen und sich darauf beschränken, diese in Ordnung bringen zu wollen, freundschaftlich kooperierend mit andern Völkern – und auf der andere Seite stehen übergriffige Politiker wie etwa Merkel, aber auch gewisse NGO-Financiers, die sich anmaßen, über die Denkweise in fremden Staaten zu bestimmen, die »Welt ordnen zu wollen«; mal durch Propaganda, mal durch Erpressung.

Verlässliches

Auf genau eine Konstante kann man sich heute verlassen: Wenn es vernünftig und nachhaltig wäre, X zu tun, wird die linksgrüne deutsche Politik seit Merkel das Gegenteil von X anstreben. In Bezug auf Religion wird das deutsche politische Handeln geleitet von einer gefährlichen Kombination von mangelndem Wissen, mangelndem Verständnis, mangelnder Weitsicht und mangelndem Verantwortungsgefühl.

Aktuell wird in Deutschland von Politikern befürwortet, eine »Moscheesteuer« einzuführen (siehe z.B. dw.com, 26.12.2018), ähnlich der 1934 vom NS-Regime erlassenen Kirchensteuer. Dadurch soll der hehren Absicht nach die Abhängigkeit der Moscheen von ausländischen Geldgebern verringert werden, auch indem dann die Moscheen wie die übrigen Körperschaften öffentlichen Rechts behandelt würden. Doch warum sollten diejenigen Geldgeber, die bislang motiviert waren, Geld für die Verbreitung des Islam auszugeben, damit aufhören, nur weil ihr Geld jetzt vom deutschen Staat in seiner Wirkung vervielfacht wird? Die Weitsicht deutscher Politik gleicht der eines Maulwurfs mit Sehschaden.

Statt expansiven Monotheismus zu fördern, sei es in seiner recht reinen muslimischen Spielart Islam oder als eiskalter Globalismus im Kleid christlich anmutender Phrasen, statt auf spirituelle Modelle zu bauen, welche schlicht nicht zukunftstauglich sind, sollte eine Regierung sich sanft aus solchen Religionen zurückziehen.

Schritte nach vorn

Die großen deutschen Baustellen sind immer öfter Vergangenheitsbaustellen. Staatlich geförderter Monotheismus ist kaum ein Modell für die Welt in 50 oder 100 Jahren. Linke Propagandisten reden oft und gern von »Buntheit« oder »Vielfalt«, in ihren Handlungen und den Konsequenzen ihrer Handlungen bewirken sie wieder und wieder das Gegenteil.

Vor allem jene Staaten in Europa, welche noch die Übergriffigkeit der UdSSR in lebendiger Erinnerung haben, versuchen, dem linken Monotheismus deutscher Prägung zu entkommen – man kann ihnen nur Glück wünschen. Die Zukunft gehört den Staaten, die »ihre Kreise ordnen«. Eine USA trumpscher Prägung, Asien, Japan, Südkorea, Singapur, weitere asiatische Staaten, und natürlich auch der kleine, aber kluge Staat Israel, das ist das Modell der Zukunft: freundschaftlich selbstzufrieden, selbstbewusst selbstbewahrend.

Der expansive Monotheismus, dieses Ich-habe-recht-und-ihr-habt-euch-zu-unterwerfen, es hat uns weit gebracht, kein Zweifel (und hat zu manchem Leid geführt, auch da wenig Zweifel), doch er wird so oder so nicht mehr weit in die Zukunft tragen.

Die Zukunft gehört den Selbstzufriedenen, den selbstzufriedenen Menschen und den selbstzufriedenen Nationen. Expansive Monotheisten von linksgrüner oder anderer Prägung, die ihr eigenes Land mit ihrem Denken ins Leid führen und gleichzeitig ihre Denkweise ausbreiten wollen, nein, das gehört zu jenen Phänomenen im Geschichtsbuch, über die man später den Kopf schüttelt und die vergeudete Energie bedauert.

Der expansive Monotheismus, so mächtig und forsch er heute noch auftritt, er ist ein Auslaufmodell. Dem Menschen wie dem Staat der Zukunft ist zu raten: Bedenke, dass du fehlbar bist. Nein, die Welt muss nicht an deinem Wesen genesen. Sei zufrieden mit dem, was du hast, bewahre, schütze und verteidige es mit aller Macht, und sei daran zufrieden; kurz: Ordne deine Kreise!

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