Ein neuer Traum

21. September 2018, von Dushan Wegner; Bild von Patrick Connor Klopf
»Das kann doch nicht wahr sein«, schreiben Leser, »es ist ein Albtraum!« – Ich sage: Doch, es ist wahr. Du bist wach. – Deshalb: Träume einen NEUEN Traum, von einem gerechten, klugen Land, wo Recht und Ordnung gelten! Wenn wir es wollen, ist es kein Traum!!
Ein neuer Traum
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Du bist berühmt. Du bist schön. Du bist reich. Du bist frei von Sorge und frei von Krankheit. Das von dir präferierte Geschlecht umschwärmt dich, und das andere ebenso. Und dann setzt die Ahnung ein, dass es nur ein Traum ist. Du willst am Traum festhalten. Du kannst nicht am Traum festhalten. Als die Ahnung einsetzte, dass der Traum eben nur ein Traum ist, da war der Traum schon verloren. Du wachst auf, und wenn du ehrlich zu dir selbst bist, und kurz nach dem Aufwachen, ebenso wie kurz vorm Einschlafen, in dieser Abend- und Morgendämmerung der Seele, ist man oft extra ehrlich zu sich selbst, im Augenblick deiner Ehrlichkeit gestehst du dir ein, dass der Traum dir besser gefiel als das, was das wache, echte Leben dir vorlegt.

Es gibt andere Träume, leider. Es gibt garstige Träume. Man nennt sie »Albträume«, weil der Alb, der Nachtmahr, eine Kreatur der Dunkelheit, uns in seinen Fängen hält und unserem schlafenden Ich unsere eigenen Ängste einflößt. Was wir aus gutem Grund verborgen hielten, im letzten Winkel des letzten Zimmers unserer Erinnerung, das holt der Alb hervor. Im Albtraum werden wir von finsteren Mächten gejagt, wir werden bloßgestellt und schutzlos den Krankheiten ausgeliefert, den Elementen, dem Schicksal. Wie ein Ertrinkender, der es gegen die eigene Panik an die Oberfläche schafft, so wachen wir aus dem Albtraum auf und atmen durch. Wir sind erleichtert, doch unsere Erleichterung ist nicht vollkommen, denn wir ahnen, dass die Schrecken des Albtraums ja Spiegelbilder waren. Der erträumte Schrecken des Albtraums ist das Spiegelbild eines echten, großen Schreckens. Wir wachen aus dem Traum auf, und wir sind froh, dass wir aufgewacht sind, doch durch die Erleichterung hindurch quält uns die Ahnung, dass jenes, was der Albtraum spiegelte, irgendwo, irgendwann auf uns warten wird.

Es ist real!

Wessen Gehirn und Gewissen noch nicht endgültig aufgelöst sind in der süßlichen Salzsäure öffentlich-rechtlicher Standardmeinung, der erwischt sich dieser Tage immer wieder und immer häufiger bei Gedanken wie »Das muss doch ein Albtraum sein!«, und: »Weckt mich auf, das kann doch nicht real sein!«

Aber nein, es ist real. Dies ist kein Traum und wir schlafen nicht. Dieser Albtraum ist echt. Eine Regierung, welche die Grenzen offen hält, komme was und wer wolle, welche ein Zensurgesetz erlässt, welche Millionen in Propaganda pumpt, und dann tausende gehirngewaschener Mitbürger, die nach einem Mord gegen die Trauernden protestieren statt gegen den Mörder. Linke Straßenterror-Trupps, welche die Opposition angreifen. Per Gesetz bezahlte Satiriker, welche sich bei Sprache und Methoden der NSDAP-Schergen bedienen, um Regierungskritiker fertigzumachen. Wir schlafen nicht, und dies ist kein Traum, dies ist die Realität.

Wann war es, als diese neue Realität begann? War es, als die 68er den »Langen Marsch« des Herrn Mao Zedong aufgriffen und diesen in und durch deutsche Institutionen fortführten? War es 1991 in Dresden, als Angela Merkel sich beim CDU-Parteitag in die Nähe Helmut Kohls gedrängt haben soll? War es im selben Jahr, als sie mit erst 36 Jahren neue Familienministerin wurde? War es 1998 oder 1999, als sie Generalsekretärin wurde und gleichermaßen eiskalt, undankbar wie illoyal den Mann abservierte, der ihre Karriere erst möglich gemacht hatte? War es 2005, als Schröder sich selbst fernsehöffentlich blamierte und die CDU keine andere Wahl hatte, als Merkel via Große Koalition zur Kanzlerin zu machen? Diese höchst reale Verschiebung öffentlicher Werte, passierte sie während der Energiewendewende oder während der Sozialisierung von Bankenverlusten?

2015 dann, als jene Frau beschloss, die Grenzen offen zu halten und alle Warnungen aller Sicherheitsexperten zu ignorieren, da waren wir auf jeden Fall mitten drin, spätestens da war unsere Realität eine andere.

Deutsche Politik in der unseligen Merkel-ARD-ZDF-Koalition ist die furchteinflößendste Art von Albtraum – alles um dich her scheint irrational und es macht dir Angst, und dir scheint, dass es nicht real sein kann, doch es will dir nicht gelingen, aufzuwachen. Wir schlafen nicht, wir träumen nicht, dies hier ist die Realität.

Lebenszeit, Geld und Energie

Im DeutschlandTrend, dem alle zwei Monate erstellten »politischen Meinungsbild« der ARD, ist die AfD heute auf den zweiten Platz hinter die CDU gerückt (tagesschau.de, 21.9.2018). Sie liegt mit 18% einen Prozentpunkt vor der SPD, die auf 17% gefallen ist.

Diese »Sonntagsfragen« enthalten einige Interpretation seitens der Umfragenden und von einigen wenigen Tausend auf viele Millionen hochzurechnen bleibt eben das, eine Hochrechnung. Jede Umfrage ist immer auch ein Kommentar zur politischen Lage (siehe auch: »Umfragen sind wie Horoskope, nur weniger zuverlässig«).

Es wurde viel geschrieben zum Aufstieg der AfD, auch von mir. Hier will ich stellvertretend den Text »Einfach nur leben wollen« erwähnen. Man sucht nach Bildern und Metaphern, die den Aufstieg erklären. (Eine Metapher war etwa die des Wassers, siehe z.B.: »Verdurstet doch!« – Die Großkopferten sind in ihrer beredeten Dummheit hilflos wie der Französischprofessor vor Pekings Stadtplan. Was nutzt all deine Klugheit, wenn du nicht einmal lesen kannst, wo Norden ist und wo Süden?

Der Bürger hat Lebenszeit, Geld, Energie und vor allem seine Hoffnungen in Deutschland investiert – und dann rutscht das Land in den linksgrünen Albtraum, wo Unrecht zu Recht wird, die Regellosigkeit zur Regel, wo der Verstand verspottet und dem fiebrigen Gefühl gehuldigt wird.

Leser, die sich untereinander wohl kaum kennen können, schreiben mir in letzter Zeit immer wieder eine ähnliche Formulierung: »Ich habe das Gefühl, dass dies alles ein Albtraum ist! Das kann doch nicht wahr sein.«

Und ich schreibe zurück: Es ist wahr. Wir sind hellwach. Es kann sein, dass wir unseren Traum aus den Augen verloren haben: Den Traum von einem friedlichen Europa, einer sicheren Heimat, wo es noch Recht und Hoffnung gibt.

Den Alb abwählen

Ich weiß nicht, wie genau Deutschland und Europa nach dem Merkelalbtraum aussehen werden. Die Bürger in »Brennpunkten« haben eine Ahnung. Ich weiß, dass viel zu tun sein wird. (Siehe auch: »Trümmerfrauen nach dem Merkelsturz«)

Viele Fragen sind noch offen: Werden ARD und ZDF medial einem Merkel-Klon an die Macht verhelfen? Hatten vielleicht doch die Verschwörungstheoretiker recht, welche munkelten, dass hinter Merkels destruktiven Handeln dunkle Mächte stehen, die dann einfach mit einer anderen Galionsfigur weitermachen? Bekommt der deutsche Rechtsstaat vielleicht doch eine neue Chance?

»Deutschland, ordne deine Kreise – oder andere werden sie für dich ordnen!«, habe ich im August formuliert. Ich bleibe dabei. Wir brauchen einen neuen Traum. Unter linksgrüner Herrschaft importiert Deutschland heute Gewalt und Antisemitismus, Hass und Intoleranz.

Ein Traum, ein Plan

Es wird nicht wieder werden, wie es war. Linksgrüner Wahn hat zu viel kaputt gemacht. Wir werden einen neuen Traum brauchen, einen guten Traum.

Wir werden neue Träume lernen müssen. »Ich habe einen Traum«, wird es wieder heißen, und diesmal geht der Satz so weiter: Ich habe einen Traum, dass das Recht wieder gilt, dass der Staat die Schwachen schützt und die Bösen wegsperrt. Ich träume davon, dass die Narren eben »Narren« genannt werden und nicht »Aktivisten«. Ich träume davon, dass die Klugen gepriesen werden und nicht die Gehorsamen, die Gescheiten und nicht die Bücklinge.

Es ist dem Menschen eigen, wie ein Pendel von einem Extrem ins andere zu schwingen. Ich muss gestehen, dass wenn es daran geht, diesen Albtraum abzuschütteln, ich das andere Extrem fürchte (siehe auch: »Eine Abrissbirne schwingt umher in Europa«). Manche sagen, dass wir schon jetzt sehen, wie das Pendel in die andere Richtung ausschlagen könnte.

Es muss ja noch erlaubt sein, zu träumen. Wir hatten einst den Traum von einem gerechten Land, von einem »Europa der Vaterländer« (Charles de Gaulle), von einem aufgeklärten Westen. Wir wollten klüger werden, nicht empörter. Wir wollten in unsere Kinder investieren, in unsere Straßen und Parks, unsere Schulen und Bibliotheken.

Es wird nicht wieder werden, wie es war. Die Opfer des Gutmenschentums werden in ihren Gräbern liegen bleiben. Der linksgrüne Wahn hat zu viel kaputt gemacht.

Wir werden einen neuen Traum brauchen, einen guten Traum.

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