3.8.2019

Wenn der Staatsfunk ausgedachte Gefahren berichtet und tatsächliche Morde ausblendet

von Dushan Wegner, Lesezeit 10 Minuten, Bild von Isaac Wendland
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Im Staatsfunk phantasiert man, auf ausgedachten »Todeslisten« zu stehen – parallel blendet man REALE Morde aus. Noch krasser: Politik will es illegal machen, Bilder zu posten, welche die tödlichen Folgen linken Wahns zeigen. Was ist mit Deutschland los?!
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»Ach, hätte ich damals doch nur darauf gehört!«, so rufen wir gelegentlich im Laufe unseres Lebens aus – wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, wenn wir uns selbst und dazu unsere vergangenen Entscheidungen kritisch betrachten.

Es gibt eine Kategorie von Wissen und Erkenntnissen, denen wir uns ganz bewusst aussetzen, wissend und sogar aktiv darauf bauend, dass wir in dem Augenblick nicht alle Erkenntnisse verstehen werden, ahnend und spürend, dass da noch mehr ist, dass da eine Tiefenströmung unter der Oberfläche fließt, und dass diese Tiefenströmung später noch relevant sein könnte – es ist die Kultur, die Literatur, die uns im Augenblick des ersten Lesens eine Schuhgröße zu groß ist, in die hineinzuwachsen aber, auch das spüren wir, unsere Aufgabe ist.

Ein solches Zitat, bei dem viele von uns, auch ich, die Tiefenströmung spürten, wenn wir im ersten Moment noch nicht angeben konnten, was warum an uns zog, kam im Film Fight Club vor, zusammengestückelt aus Sätzen im Buch gleichen Namens.

Weil es im Original so schön formuliert ist, so poetisch, so rhythmisch, will ich es zuerst auf Englisch zitieren, und zwar sowohl den Film als auch die entsprechenden Stellen im Buch:

»We’re the middle children of history, man. No purpose or place. We have no Great War. No Great Depression. Our Great War’s a spiritual war… our Great Depression is our lives. We’ve all been raised on television to believe that one day we’d all be millionaires, and movie gods, and rock stars. But we won’t. And we’re slowly learning that fact. And we’re very, very pissed off.«
(Der Charakter ›Tyler Durden‹ im Film ›Fight Club‹ von David Fincher)

»We are the middle children of history, raised by television to believe that someday we’ll be millionaires and movie stars and rock stars, but we won’t. And we’re just learning this fact,« Tyler said. »So don’t fuck with us.«
(Der Charakter ›Tyler Durden‹ im Buch ›Fight Club‹ von Chuck Palahniuk, Kapitel 19)

»We don’t have a great war in our generation, or a great depression, but we do, we have a great war of the spirit. We have a great revolution against the culture. The great depression is our lives. We have a spiritual depression.« (Der Charakter ›Tyler Durden‹ im Buch ›Fight Club‹ von Chuck Palahniuk, Kapitel 16)

Der verwendete englische Ausdruck »middle child« steht für ein Kind, das weder das jüngste noch das älteste Kind ist. Es wird mit verschiedenen deutschen und denglischen Begriffen übersetzt, etwa »Sandwichkind«, »Mittelkind« oder »Zweitgeborener« (was unvollständig ist), ich will es mit »Dazwischenkind« übersetzen. Das Dazwischenkind wächst in einem anderen Kontext auf als die Erstgeborenen und die ewigen Jüngsten – Meine Übertragung dieser drei Passagen also:

»Wir sind die Dazwischenkinder der Geschichte, Mann! Kein Zweck und kein Ort. Wir haben keinen Großen Krieg. Keine Große Depression. Unser Großer Krieg ist ein spiritueller Krieg… unsere Große Depression ist unser Leben. Wir wurden vom Fernsehen erzogen zu glauben, dass wir alle Millionäre werden würden, Filmgötter und Rockstars. Es wird nicht passieren. Und langsam erkennen wir es. Und wir sind sehr, sehr angepisst.«
(Der Charakter ›Tyler Durden‹ im Film ›Fight Club‹ von David Fincher)

»Wir sind die Dazwischenkinder der Geschichte, vom Fernsehen dazu erzogen zu glauben, dass wir eines Tages zu Millionären werden und Filmstars und Rockstars, doch es wird nicht passieren. Und wir erkennen es gerade«, sagte Tyler, »also leg dich nicht mit uns an.«
(Der Charakter ›Tyler Durden‹ im Buch ›Fight Club‹ von Chuck Palahniuk, Kapitel 19, meine Übertragung aus dem Englischen)

»Wir haben keinen großen Krieg in unserer Generation, oder eine große Depression, doch wir haben, wir haben einen großen Krieg des Geistes. Wir haben eine Revolution gegen die Kultur. Die große Depression ist unser Leben. Wir erleben eine spirituelle Depression.«
(Der Charakter ›Tyler Durden‹ im Buch ›Fight Club‹ von Chuck Palahniuk, Kapitel 16)

Ich bin nicht außergewöhnlich darin, dass diese Sätze damals eine Saite in mir klingen ließen – Millionen von Lesern und Filmbetrachtern ging es ähnlich. Der Ausdruck »middle children of history« – Dazwischenkinder der Geschichte – kam und kommt mir über die Jahre immer wieder in den Sinn, zuletzt vor ein paar Tagen, und bald zitierte ein Social-Media-Mitbewohner genau diese Passage in anderem Zusammenhang (@ProfKlarname, 30.7.2019), und ich beginne zu verstehen, warum ich in jener Passage eine Tiefenströmung spüre.

Sogar die New York Times

Wir wurden und werden in diesen Tagen immer wieder geschockt von den Ereignissen, die in Deutschland passierten. Zuletzt waren es der Tod des Achtjährigen am Frankfurter Hauptbahnhof und der Schwertmord in Stuttgart. Man fragt sich, warum nicht endlich, endlich die Grenzen gesichert werden, um zu prüfen, wer ins Land gelassen wird.

Schlimme Verbrechen passieren in Deutschland, Menschen sterben, Angst und Leid wird zum neuen Alltag – wie reagieren die Politik und der Staatsfunk?

Nun, stellen Sie sich die orwellschste aller Reaktionen vor, und Sie kommen vermutlich bei Baden-Württembergs Justizminister aus der Merkel-Partei an.

Herr G.W. von der CDU fordert, das Fotografieren Toter und die Verbreitung entsprechender Bilder unter Strafe zu stellen (siehe deutschlandfunk.de, 2.8.2019). – Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg weist derzeit drohend darauf hin, dass die »Herstellung und Verbreitung von Medien, die grausame oder unmenschliche Gewalttätigkeiten gegen Menschen zeigen«, nach §131 StGB verboten ist (@LkaBaWue, 1.8.2019), versäumt aber den Absatz 2 selben Gesetzes zu erwähnen, wonach Absatz 1 nicht gilt, »wenn die Handlung der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte dient« (dejure.org).

Der Staatsfunk fährt derweil einen wilden Buchstabenslalom, um zu begründen, warum sie die Meldung aus Stuttgart nur für »lokale und regionale« Medien angemessen finden – sprich: warum es für sie nicht wichtig genug ist (deutschlandfunk.de, 2.8.2019), wohlgemerkt während in den USA sogar die stramm linksglobalistischen Medienhäuser New York Times und Washington Post darüber berichten! (nytimes.com, 1.8.2019: »Man in Germany Fatally Stabbed With ‚Sword-Like Object‹«; washingtonpost.com, 1.8.2019: »Man in Germany fatally stabbed with ‘sword-like object’«)

Sie könnten nun meinen, die Heuchelei und innere Absurdität habe an dieser Stelle den Gipfel erreicht, doch Sie würden (leider) irren. Um die berüchtigten Verkaufssendungen im TV zu zitieren: »Halt, da ist noch mehr!«

Derselbe »Deutschlandfunk«, der meint, ein brutaler Schwertmord sei nicht wirklich berichtenswert, berichtet von ausgedachten, »gefühlten« Bedrohungen. Der umstrittene Staatsfunker Georg Restle (siehe auch: »Propaganda in deinem Wohnzimmer«) »gehe davon aus«, auf angeblichen rechten »Todeslisten« zu stehen, und natürlich habe das irgendwas mit der AfD zu tun (@dlf, 29.7.2019) – nach Angaben des Bundeskriminalamtes gibt es diese von Restle behaupteten Listen in dieser Form gar nicht (siehe Link bka.de). Eine erfundene, aber ins Narrativ passende Fake-Gefahr ist dem Deutschlandfunk berichtenswert, ein realer Mord, der sogar im Ausland berichtet wird, weil er für alle Bundesbürger und globale Migrationspolitik gleichzeitig wichtig wird, erscheint denselben Funkern als nicht berichtenswert – wie sie ausführlich zu begründen versuchen.

Gute und böse Bilder von Toten

In manchen Ländern dieser Welt gibt es Nachrichten und historische Ereignisse, die nicht erwähnt werden dürfen. Ich habe es aktuell geprüft, und noch ist dushanwegner.com in dem größten dieser Länder nicht gesperrt, und auch da ich es gern dabei belassen möchte, liste ich die bekanntesten dieser historischen Ereignisse und Länder hier nicht – Sie wissen, was und wen ich meine.

Der Vater Abdullah Kurdi der syrischen Familie Kurdi lebte seit 2012 in der Türkei, wo er in der Textilindustrie arbeitete. Erst wollte die Familie nach Kanada weitermigrieren, was das ach-so-moralische Trudeau-Land nicht gestattete. 2015 dann zahlte die Familie insgesamt über 8000 Euro an Schlepper, damit diese sie nach Kos und damit in die EU brachten (bild.de, 4.9.2015) – es ging schief, das Boot kenterte und alle bis auf den Vater starben. Das Foto des ertrunkenen Jungen Alan Kurdi wurde zu dem ikonischen Propagandabild der Offene-Grenzen-Fraktion von 2015.

Ähnlich wie der Name des ermordeten Amadeu Antonio (aktuell verwendet als Name der Stiftung einer ehemaligen Stasi-Mitarbeiterin) wurde auch der Name »Alan Kurdi« instrumentalisiert. Aktuell fährt ein in Deutschland registriertes Schiff im Mittelmeer vor Afrika herum (mit einem BILD-Reporter an Bord, siehe bild.de, 2.8.2019), und ein Zyniker könnte vermuten, dass dieses Schiff vor allem Schlepperkunden aufsammeln und anschließend – wie von den Schleppern versprochen – in europäische Sozialsysteme bringen wird – und dieses Schiff heißt extra emotional »Alan Kurdi«.

Das Bild des toten, hilflosen Jungen wurde nicht nur verbreitet, es wurde auf geradezu widerliche Weise gefeiert, sogar große Wandgemälde wurden davon angefertigt (siehe Foto auf wikipedia.org). Wo waren da die Politiker, die Gesetze dagegen erlassen wollten? Wo waren da die Landeskriminalämter, die mit Paragraphen drohten?

Es gibt wohl »gute« Totenbilder, die das globalistische Narrativ emotional unterstützen – und »böse« Totenbilder, die linke Lebenslügen als eben das aufzeigen. Was linke Lebenslügen entlarvt, das soll verboten werden.

Das wirklich Brennendste 

So schlimm diese anti-demokratischen und anti-freiheitlichen Zensur-Versuche sind, sie erscheinen mir aktuell nicht (mehr) als das erste und dringendste Thema – oder zumindest nicht als das einzige.

Ja, es ist erschreckend, dass die Mächtigen und Gehirngewaschenen zensieren wollen, was die Grausamkeit und Tödlichkeit ihrer Ideologie aufzeigt. Etwas anderes scheint mir mindestens genauso brennend zu sein, wenn nicht brennender!

Wie konnte es in Deutschland wieder so weit kommen, dass Politiker mit Zensur drohen können, um unangenehme Fakten aus dem öffentlichen Bewusstsein fernzuhalten – ohne dass es einen Aufschrei gibt! Die Guten von heute werden dereinst fragen, warum sie nicht früher sahen, was für Böses sie heute mit Schweigen und Zustimmung decken. Nicht nur gibt es kaum einen Aufschrei – im Staatsfunk sowieso nicht – manche Haltungsbürger stellen sogar selbst Anzeigen gegen jene, welche es wagen, Bilder zu verbreiten, die all die linksgrünen Lebenslügen als tödliche Lüge entlarven.

Der Hamburger zwischendurch

»Our great war is a spiritual war«, heißt es in Fight Club von Chuck Palahniuk.

Fight Club wird von den meisten Lesern zuerst als hochwertige Unterhaltung, dann aber auch als beißend überdrehte Kritik an der entseelten Konsumkultur gelesen. Eine Frage, die wir noch zu wenig bedacht haben, ist die nach der Konsequenz einer entseelten Konsumkultur für die Politik.

Konsum – wie auch Social Media – basiert auf dem schnellst- und effektivstmöglichen Belohnungskreislauf. Eine andere berühmte Weisheit, die im Kontext von Fight Club oft zitiert wird, lautet: »Wir kaufen Zeug, das wir nicht brauchen, mit Geld, das wird nicht haben, um Leute zu beeindrucken, die wir nicht mögen.« – Der neidvolle Blick des Nachbarn ist eine kleine Belohnung, gerade weil wir ihn nicht mögen. Der Hamburger zwischendurch, das Alkoholgetränk (hoffentlich nur) am Abend, der schnelle Zuckersnack zwischendurch – und dann: die belanglosen Likes und Retweets in den Sozialen Medien – und schließlich: die Gewissheit, von »denen da oben« gelobt zu werden, sei es beim »Wir sind mehr« oder von irgendwelchen Staats-Comedians, sprich: belohnt zu werden für nichts außer Gehorsam und den Willen, den Nachbarn, den Kollegen und am Ende sogar die eigenen Kinder für die »Toleranz« zu opfern. Konsumkultur ist eine Schnelle-Belohnungs-Kultur.

»Our great war is a spiritual war« – eine Gesellschaft, die keine tiefen Werte mehr kennt, nur noch die schnelle Belohnung, das pseudomoralische Bauchgefühl im Moment, wie Kaufrausch, Klicks oder Mitlaufen bei Parteidemos, so eine Gesellschaft – es ist ein Henne-Ei-Problem, ob diese Gesellschaft jede Spiritualität tötet, oder ob die Ent-Seelung erst dazu geführt hat.

Unseren Vätern und Weisen

»Our great war is a spiritual« – wie konnte es dazu kommen, dass heute in Deutschland wieder Zensur störender Bilder gefordert wird, wenn die Bilder das Narrativ der Mächtigen als Lüge entlarven? Es konnte dazu kommen, weil wir vergessen und verschleudert haben, was unseren Vätern und Weisen wichtig war. Der Form nach werden die Alten und Toten verehrt, doch würden sie heute sagen, was sie zu Lebzeiten sagten, würden sie als Rechte und Populisten geschmäht und geschasst.

Wir sind die Dazwischenkinder der Geschichte, auch der deutschen Geschichte. Unsere älteren Geschwister, unsere Alten und Weisen ziehen sich zurück – sie sterben oder verstummen aus anderem Grund – und die Mächtigen mögen unsere neuen, jüngeren Geschwister offensichtlich weit lieber als uns.

»Ach, hätte ich doch nur damals darauf gehört«, so sage ich mir heute, wenn ich an manchen Rat von früher zurückdenke.

Wir könnten und sollten ausrufen: Ach, würden wir nur heute darauf hören, was unsere Alten und Weisen noch wussten, was sie uns rieten, was sie uns auch heute noch raten!

Die Belohnungsgesellschaft, das gutmenschliche Denken in billigen Bauchgefühlen, die verbieten will, die schlimmen Konsequenzen ihres Wahns aufzuzeigen, es ist die letzte Frucht einer entseelten Gesellschaft, ohne, ja, »Spiritualität«.

»Ihr Schlangen, ihr Otterngezücht! Wie wollt ihr der höllischen Verdammnis entrinnen?« (Mtt 23:23) – so rief Jesus einst den Gutmenschen seiner Zeit entgegen. Ich maße mir nicht an, den Sohn Gottes zu korrigieren.

»Weiterschreiben, Wegner!«

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