20.10.2019

Aha, ein Messer! Aha, Flammen!

von Dushan Wegner, Lesezeit 6 Minuten, Bild von Luca Bravo
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19-Jähriger tot in Plauen. 19-Jähriger schwerverletzt in Leipzig. Derweil geht AfD-LKW in Flammen auf und in Eisenach schlagen Vermummte zu. Das Paradies der Gutmenschen vereint Somalia und Weimar – und wir meinen nicht die Klassik mit Goethe und Schiller.
Aha, ein Messer! Aha, Flammen!
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Es war eine unruhige Zeit. Der Herrscher war sittenlos, das Volk mutlos und die Beamten hilflos. In den Straßen traf man bald mehr Räuber als Händler.

Ein Schüler hatte nur wenig Zeit, denn er hatte einen Betrieb zu führen und vor den Räubern zu schützen, er hatte eine Familie zu versorgen und Kinder zu erziehen, und doch wollte er lernen, also kam er eines Tages zum Meister.

»Lerne, ›Aha‹ zu sagen«, sagte der Meister, »außer wenn man dich fragt. Und oftmals selbst wenn man dich fragt. Sage ›Aha‹ wenn du überrascht bist, und sage ›Aha‹, wenn du überhaupt nicht überrascht bist, was ja zur gleichen Zeit der Fall sein kann. Es ist gut, ›Aha‹ zu sagen.«

»Und wie soll ich es sagen?« fragte der Schüler weiter, denn er war nicht nur ein vielbeschäftigter, sondern auch ein sehr genauer Mensch. 

Der Meister lächelte, und sagte: »Schweigend.«

Zeit der Messer und Flammen

»Warum stellen sich die Menschen im Osten so an, die haben doch gar keine Migranten dort!«, so hören wir heutzutage von Linken und Lügnern (aber ich wiederhole mich).

Wir lesen aus Sachsen:

Er lag leblos in seiner Blutlache auf offener Straße: Ein 19-Jähriger ist am Freitag in Plauen getötet worden.
(
bild.de, 19.10.2019)

Das Opfer war somalischer Staatsbürger, der festgenommene Tatverdächtige ebenfalls. Beide waren 19 Jahre alt, einer wird nicht älter werden.

Noch eine Meldung von einem 19-Jährigen, diese aus dem berüchtigten Bürgermeister-Müller-Park (siehe etwa bild.de, 3.9.2019) in Leipzig:

Eine Blutspur zieht sich über die Steinplatten nahe dem Leipziger Hauptbahnhof: Ein junger Mann (19) wollte Freitagabend einen Streit schlichten und wurde dabei selbst schwer verletzt.
(
bild.de, 19.10.2019)

Man lese die beiden Meldungen zusammen: Die Guten und Grausamen laden noch immer »ohne Obergrenze junge Männer nach Deutschland ein, von denen ein Teil einer Kultur der dauernden Gewalt entstammen.

Notabene: Der zweite messerverletzte 19-Jährige wollte einen Streit schlichten. Er war nicht »selber Schuld«, außer man würde einen Streit schlichten zu wollen als »Schuld« bezeichnen (was man ja zynischerweise diskutieren kann, und zynisch wird so mancher dieser Tage). – Warum konnte Deutschland ihn nicht schützen? Wollte es denn? Nein, es kannte ihn nicht einmal. Es ist einfach, sich »tolerant« und »moralisch« zu geben, wenn man sich nicht um die Konsequenzen kümmern muss. Wenn andere Leute die Zeche zahlen, kann man Bürgschaften aufnehmen, Zeichen setzen und sich an der eigenen Moral besaufen bis der Morgen anbricht – falls er es tut.

Die Guten und Gehirngewaschenen kümmert die Gewalt, die sie nach Deutschland brachten, eher gar nicht. Gewalt interessiert die Guten nur, wenn sie von Deutschen ausgeht und politisch instrumentalisiert werden kann.

Die Guten haben Gewalt nach Deutschland gebracht. Und wie gehen sie mit den Leuten um, die sich darüber beschweren? – Wir lesen:

Die Feuersirenen heulen. Ein geparkter Lkw steht lichterloh im Vollbrand. Die alarmierte Feuerwehr kann das Fahrzeug vor dem Totalschaden nicht mehr retten. Es kommt raus: Es ist nicht irgendein Lastwagen, sondern ein Fahrzeug der Partei AfD (Alternative für Deutschland).
(
bild.de, 19.10.2019)

Aus Eisenbach hören wir von Vermummten, die eine Gaststätte angriffen (bild.de, 19.10.2019), und natürlich haben wir eine Ahnung, wir wissen ja, welche Schlägerbande mit moralischer Unterstützung von Haltungsjournalisten und linken Parlamentariern immer wieder zuschlägt.

Das Deutschland der Globalisten und Gutmenschen wird eine Kreuzung aus Somalia und Weimar sein, und mit Weimar meine ich weder Schiller noch Goethe, und ganz gewiss keine Klassik. Vom Facebook-Feed des US-Präsidenten erfahren wir nebenbei, dass verschiedene europäische Länder zugesagt haben, ISIS-Kämpfer zurückzunehmen. – Aha!

Sturm und Stille

Ich sehe in jedem der jungen Männer auch meine eigenen Kinder, meinen Sohn und meine Tochter – wenn meine Kinder mit Messern und Gewalt aufgewachsen wären, statt mit Lego und Büchern, mit Instrumenten und Museumsbesuchen, sie wären auch anders geworden – ich sehe ja, was für Rabauken sie auch so schon sind!

Wenn Deutschland einige wenige Männer aus Spannungsgebieten aufgenommen hätte, dann hätte es eine Chance gehabt, sie zu integrieren, um das schwierige Wort »Umerziehung« zu meiden, so aber…

Selbstverständlich werden alle Kinder mit bestimmten Anlagen und Talenten geboren, doch es sind die ersten Jahre, die den Charakter formen. Meine Tochter tut gerne, was Mädchen so tun, sei es tanzen oder sich hübsch anziehen, und mein Sohn rauft sich gerne und baut Roboter, Jungensachen halt, aber die Richtung und grundlegende Motivation, da können Eltern und Schule viel tun. Es ist Ellis und meine Aufgabe, die Kinder auf einen Weg zu setzen, der ihnen ein glückliches Leben ermöglicht – sie machen Mathe, beide (und sie sind beide gute darin), und Chinesisch lernen. Sie sollen ein glückliches Leben führen und ihre Mitmenschen mit Respekt und zugleich gesunder Vorsicht behandeln, beide.

Messer in der Tasche

Meine Kinder haben mehr Hemmungen »Scheiße« zu sagen oder gar den bösen Finger zu zeigen, als gewisse »jungen Männer« Hemmungen haben, das Messer zu zücken und sich als Hobbychirurgen zu versuchen. Wären meine Kinder in den Straßen Somalias oder den Krisengebieten Nordafrikas aufgewachsen, wären sie andere Menschen geworden – sie sind es aber nicht.

Wir haben es mit Menschen zu tun, die mit Messer und Gewalt aufgewachsen sind, und sie kommen in ein selbsthassendes Land, das ihnen viel Wohlstand und null Heimat bietet. So traurig und schrecklich es ist, wenn Messer und Blutlachen in den Innenstädten »zu Deutschland gehören«, es bleibt uns wenig anderes übrig, als diese Realität eben als solche anzuerkennen, erstmal durchzuatmen, »Aha« zu sagen und dann zu schauen, wie wir damit umgehen.

Die Politik passt sich den Zeiten an, endlich (ja, das ist ironisch gemeint). Bayerns Vizepräsident stellte fest, dass Deutschland sicherer wäre, wenn »jeder anständige Mann (…) ein Messer in der Tasche« führte (merkur.de, 16.10.2019). Merkels Taschenträger aus NRW hat versprochen, die Opposition »bis aufs Messer« zu bekämpfen (welt.de, 12.10.2019). In einem peinlichen Anfall rhetorischer Diarrhöe meinte Merkels Blitzableiterin letztens, sie wolle »als CDU nicht den Biedermännern das Feuerzeug in die Hand geben, die sich zu Brandstiftern machen« (rp-online.de, 14.9.2019) – man weiß gar nicht, wo man anfangen soll! Die CDU ist ein Feuerzeug? Biedermann war derjenige, der anzündete? Die menschgewordene Bildungskatastrophe als CDU-Parteichefin – wohl dem, der sich seinen Humor bewahrt und amüsiert »Aha!« sagt.

Die erste Pflicht

Wir leben in unruhigen Zeiten, kein Zweifel. Die Herrscher sind sitten- und gedankenlos, das Volk wird allmählich mutlos, und einige Beamten wirken gefährlich hilflos.

Was sollen wir tun? Was können wir tun?

Die erste Pflicht des Menschen, muss darin bestehen, am Wahnsinn nicht selbst wahnsinnig zu werden.

Nein, packt nicht selbst das Messer in die Tasche, und lasst euch von keiner Karnevalsrednerin im Regierungskabinett irgendwelche Feuerzeuge an die Sitzbacke schwatzen. (Nein, man sollte nicht die Angreifer angreifen, doch Selbstschutz ist selbstverständlich wichtig. Viele Leser schreiben mir, dass sie Selbstverteidigungskurse besuchen, Abends nicht mehr rausgehen, sondern sich lieber in ihren »Innenhof« zurückziehen.)

Wenn sie alle brüllen und durchdrehen, wenn der Sinn als Böse gilt und die Logik als Tabu, dann schütze zuerst dich, deine Lieben und deinen Verstand. Atme tief ein, und atme gut durch, und dann sage, ruhig und gefasst: »Aha?« – oder, wenn wütend: »Aha!«

Lernt, »Aha!« zu sagen – alles weitere ergibt sich.

»Weiterschreiben, Wegner!«

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